Buchspinat

Der Bücher-Blog

Monatsrückblick: August 2026

Hallo Ihr Lieben,

jetzt ist der September schin da. Irgendwie ist der Sommer mal wieder mehr oder weniger an mit vorbeigezogen. Ich war nicht einmal im Freibad und kein einziges Mal in der Grinsekatz. Aber zumindest hatte ich mit dem liebsten Ehemann der Welt und meinem Teenie-Sohn eine wunderschöne Urlaubswoche in Egmond an Zee. Wunderbarer Ort, sehr nette Menschen, toller Strand und phänomenale Sonnenuntergänge:

Es war jedenfalls wundervoll und ich bin auch ziemlich gut zum Lesen gekommen in dieser einen Urlaubswoche.
Und ich konnte mir in den Niederlanden keine neuen Bücher kaufen. Was gut war, denn die Bücherneuzugänge im August sind dank Flohmarktbummeln ohnehin schon mehr als ausreichend gewesen:

Eingezogen sind nämlich 20 neue Bücher:

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Rezension: „Die Perlentaucherin“ von Jeff Talarigo

[Werbung / eigenes Exemplar / selbst gekauft]

Zum Inhalt:

Japan 1948. Fräulein Fuji verdient ihren Lebensunterhalt als Perlentaucherin. Das Meer ist ihr Lieblingsort. Was die Zukunft ihr bringt, weiß sie noch gar nicht.
Doch eines Tages entdeckt sie einen Fleck auf ihrer Haut. Sie ist an Lepra erkrankt. Damit verändert sich alles. Sie wird – wie andere Leprakranke in Japan auch – von ihrer Familie verstoßen, muss ihren abgeben und wird auf einer Insel verbannt und muss fortan da ihr Leben verbringen…

Meine Meinung:
Ich habe vor vielen Jahren mal einen ganz bezaubernden Roman über Japans Perlentaucherinnern gelesen und war nun auch sehr gespannt auf das buch von Jeff Talarigo.

Die Geschichte über die Verbannung der an Lepra erkrankten Menschen in Japan hat mich sehr berührt. Aus ihrem Leben gerissen und von ihren Familien getrennt, ein Leben ohne Freiheit und Perspektiven ist das, was Fräulein Fuji jeden Tag aufs Neue im Alltag erwartet.

Die Patienten müssen für ihren Lebensunterhalt arbeiten. Sie schließen Freundschaft und nehmen für immer Abschied, wenn einer ihrer Leidensgenossen die Augen für immer schließt.
Die einzelnen Kapitel tragen als Überschrift immer eine Artefaktnummer und Artefaktbezeichnung. Dieses Artefakt spielt eine Rolle in dem Kapitel.
Heiraten ist erlaubt. Kinderkriegen ist verboten. Ungeplante Schwangerschaften werden auch im neunten Monat noch abgetrieben. Zwangssterilisation ist bei Heirat ein Muss.
Diese Grausamkeiten sind nur schwer verdaulich beim Lesen.

Leise und unaufdringlich erzählt Jeff Talarigo die Geschichte der dort lebenden Menschen in einer poetischen Sprache. Das nimmt der Geschichte jedoch keinesfalls etwas von der Erschütterung, die man beim Lesen zwangsläufig verspürt,

Und obwohl es bereits Ende der 40iger Jahre medizinische Mittel gab, die die Lepraerkrankung fast vollständig eingedämmt haben und die Ansteckung gesunder Menschen quasi unmöglich gemacht wurde, verweigerte Japan die Entlassung der auf den Inseln verbannten Leprapatienten bis in die 90iger Jahre hinein.

Am Ende des Buches, als Fräulein Fuji die Insel schließlich verlassen darf, fällt es ihr schwer, sich an das normale Leben im modernen Japan anzupassen. Viel zu viele Jahre war sie auf dieser Insel isoliert. Das überrascht niemanden. Aber dennoch bleibt sie sanft und liebenswert, wie schon das ganze Buch hindurch, obwohl ihr Leben keinesfalls so verlaufen ist, wie sie es sich erträumt hat. Von Verbitterung ist nichts zu spüren. Wie kraftvoll. Wie wunderbar.

Ich wusste bis zum Lesen des Buches überhaupt nichts davon, dass Leprakranke auf Inseln deportiert worden sind. Dass die japanische Regierung trotz wirksamer Medikamente das Leid und die Isolation der dort lebenden Menschen weit bis über die notwendige Zeit hinaus, verlängert hat, hat mich erschüttert.

Angst vor Unbekanntem lässt Menschen Entscheidungen treffen, die mitunter erschreckende Ausmaße annehmen. Das begegnet uns ja auch in der heutigen Zeit immer wieder. Das Buch ist ein gutes Beispiel dafür.

Brettspielrezension: „Carcassone Labyrinth“

[Werbung / Rezensionsexemplar / Gewinn Vorabspielen]

Zum Inhalt:
Fast jeder kennt die beiden Spieleklassiker „Das verrückte Labyrinth“ und „Carcassone“.

„Carcassone Labyrinth“ vereint beide Klassiker in einem Brettspiel und ein nostalgischer und abwechslungsreicher Spielspaß ist garantiert.

Meine Meinung:
Das Spiel ist sehr ansehnlich aufgemacht. Ein Feld mit dem Labyrinth – so wie man es kennt, nur ein wenig kleiner und die liebevoll gezeichneten Carcassonekarten. Dazu runde Bonus- und Schatzplättchen und Holzfiguren in vier Farben.

Wir haben das Spiel sowohl zu Zweit als auch zu Viert gespielt. Wir haben uns allerdings bisher erstmal nur an die Grundvariante gewagt. Die Spielanleitung beinhaltet zusätzlich noch ein Solospiel für einen Spieler und eine Profivariante für 2 – 4 Spieler.

Die Spielregeln sind teilweise aus den beiden Ursprungsspielen übernommen, aber es gibt natürlich auch einige Veränderungen, die aber schnell geläufig werden. Die Spielanleitung ist klar und übersichtlich gegliedert. Wir haben relativ schnell mit Spielen anfangen können. Das finde ich immer angenehm, wenn ich mich nicht erst lange mit der Spielanleitung vertraut machen muss. Für Menschen, die lieber ein Video schauen, statt eine Anleitung zu lesen, ist in der Anleitung das Erklär-Video verlinkt.

Das Spiel ist kurzweilig und hat uns Spaß gemacht, wobei das Spiel zu Zweit deutlich flüssiger lief, als das Spiel zu Viert. Zu Viert hat es oft ziemlich lange gedauert, bis man auf dem Labyrinth-Feld seinen Schatz erreichen konnte. Für unseren Geschmack waren es zu viele Karten mit Ecken, die die Schatzsuche deutlich erschwert haben.

Ein weiterer kleiner Kritikpunkt ist das Ermitteln des Gewinners. Da wäre für uns ein anderes System schöner gewesen, aber das ist da auch unser subjektives Empfinden.

Im Großen und Ganzen ist „Carcassone Labyrinth“ ein kurzweiliges Brettspiel, das sowohl Kindern als auch Erwachsenen Spaß macht und durchaus jeden Spielenachmittag bereichern kann.

Das Spiel ist bei Hans im Glück erschienen. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 34,99 €.

Rezension: „The Goal – Jetzt oder nie“ (Off Campus Band 4) von Elle Kennedy

[Werbung / eigenes Exemplar / selbst gekauft]

Zum Inhalt:

Sabrina kommt aus ärmlichen Verhältnissen. Anwältin zu werden ist ihr Traum. Auch, um die Armut endgültig hinter sich lassen zu können. Nichts und niemand kann sie davon abbringen. Doch dann tritt Eishockeyspieler John Tuckerin ihr Leben und bringt ihren Plan gehörig durcheinander…

Meine Meinung:

Auch der vierte Band der Reihe hat mir richtig gut gefallen und auch dieses Buch habe ich quasi in einem Rutsch – Urlaub sei Dank – durchgelesen. Weiterlesen

Rezension: „The Score – Mitten ins Herz“ (Off Campus Band 3) von Elle Kennedy

[Eigenes Exemplar / selbst erworben]

Zum Inhalt:

Dean ist von der Eishockey-WG der unangefochtene König des unverbindlichen One-Night-Stands. So gut wie jede Studentin des Campus würde mit Dean ins Bett gehen.
Als Allie (Hannahs beste Freundin) sich von ihrem langjährigen Freund Sean trennt, ist unverbindlicher Sex mit Dean ihr Plan, um über Sean hinwegzukommen. Doch dummerweise reicht einmal Sex mit Dean dafür nicht….

Meine Meinung:
Dean mag unverbindlichen Sex. Umso erstaunter ist er, als – nachdem er mit Allie geschlafen hat – er unbedingt wieder mit Allie schlafen will. Und wieder. Und wieder. Doch Allie lehnt eine Beziehung konsequent ab und normalerweise würde sie damit bei ihm offene Türen einrennen, doch plötzlich stellt Dean fest, dass ihm Allie überhaupt nicht mehr aus dem Kopf geht und andere Frauen ihn schlichtweg nicht mehr interessieren. Weiterlesen

Rezension: „The weight of falling“ von Sarah Stankewitz

[Werbung / Rezensionsexemplar / Gewinn Vorablesen]

Zum Inhalt:

Seit ihre beste Freundin sich durch einen Sturz von einem New Yorker Hochhaus umgebracht hat ist Clouds Leben trostlos und düster. Sie fehlt ihr so sehr. Einmal im Jahr kehrt Cloud zu dem Hochhaus zurück. Doch in diesem Jahr ist sie nicht allein. Der junge Freerunner Silas ist ebenfalls auf dem Dach. Er denkt, Cloud will sich ebenfalls umbringen und versucht sie davon abzuhalten. Diese Begegnung verändert beider Leben….

Meine Meinung:

Es ist das erste Buch, welches ich von Sarah Stankewitz gelesen habe und ich bin begeistert. Die Geschichte hat mich sehr berührt. Cloud fühlt sich schuldig wegen dem Tod ihrer Freundin und führt aus diesem Grund ein sehr zurückgezogenes Leben. Schließt keine Freundschaften, ist sehr für sich. Belangloser Sex mit Fremden ist okay, aber sich an jemanden zu binden, ist es nicht. Weiterlesen

Rezension: „The Mistake – Niemand ist perfekt“ (Off Campus Band 2) von Elle Kennedy

[Eigenes Exemplar / selbst erworben]

Zum Inhalt:

Logan begegnet Grace. Und sie fasziniert ihn. Doch er will nichts Festes. Denn eigentlich glaubt er, in Hannah – die Freundin von seinem Mitbewohner und Eishockeykumpel Garrett verliebt zu sein. Als ihm klar wird, dass es nicht um Hannah, sondern die Art der Beziehung zwischen Hannah und Garrett geht, hat er es sich mit Grace schon verscherzt. Doch Logan wäre nicht Logan, wenn er das Handtuch werfen würde.

Meine Meinung:
Die Messlatte war hoch nach dem ersten Band und zu Beginn dachte ich schon, dass mir Band zwei auf keinen Fall so gut wie Band eins gefällt. Die ersten Kapitel waren mir zu oberflächlich, doch nach einem guten Drittel hatte mich Band zwei genauso in den Band gezogen, wie der erste Teil. Weiterlesen

Rezension: „The Deal – Reine Verhandlungssache (Off Campus Band 1) von Elle Kennedy

[Eigenes Exemplar / selbst erworben]

Zum Inhalt:
Hannah studiert Music am College und ist in Sänger und Mitstudent Justin Kohl verliebt. Doch dieser nimmt von ihr keine Notiz. Doch dann kommt ihr der Zufall zu Hilfe. Sie soll Eishockey-Superstar Garrett Nachhilfe geben. Zuerst weigert sich Hannah vehement, doch dann schlägt Garrett ihr einen Deal vor: er gibt sich als ihr Freund aus. Damit Justin sie endlich bemerkt. Hannah willigt ein, doch keiner der beiden hat damit gerechnet, dass aus diesem pragmatischen Deal mehr wird als eine Abmachung….

Meine Meinung:
Vor einiger Zeit kam mein Teenie-Sohn zu mir und meinte: „Ach Mama, da läuft so eine Serie im Stream, die könnte dir gefallen“. Also habe ich reingeschaut, war fasziniert und nach der ersten Folge war klar: ich muss zuerst das Buch lesen, bevor ich weiter schaue. Also meine Büchergutscheine geschnappt, in die Stadt zu meiner Lieblingsbuchhandlung und das erste Buch gekauft und quasi durchgesuchtet (und drei Tage später die anderen Bücher der Reihe gekauft). Weiterlesen

Monatsrückblick: Juli 2026

Ihr Lieben,

diesmal kommt der Monatsrückblick für Juli schon heute. Zum einen weil ich heute Zeit habe, ihn zu schreiben und zum anderen, weil ich heute definitiv kein Buch mehr zu Ende lesen werde.

Im Juli habe ich das Flohmarktregal der städtischen Bücherei irgendwie leergekauft. Aber was soll man machen, wenn man nur Geldscheine dabei hat und jedes Buch nur 1 € oder 2 € kostet?

Dementsprechend sind im Juli bei mir 16 neue Bücher eingezogen:


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Rezension: „All that we are together“ von Alice Kellen

[Eigenes Exemplar / selbst erworben]

Zum Inhalt:

Drei Jahre ist es her, seit Leah aus Axels Leben verschwunden ist. Nun will er sein Versprechen, dass er einst ihrem Vater gegeben hat, einlösen und Leah bei ihrer Karriere als Künstlerin unterstützen.

Als er Leah gegenübersteht, wird beiden schnell klar, dass sich an ihren Gefühlen füreinander nichts geändert hat, doch Leah kann ihm seinen Verrat von damals nicht verzeihen….

Meine Meinung:

Band zwei der Dilogie ist ebenfalls unterhaltsam und berührend, wobei Trauer im zweiten Band nur noch eine untergeordnete Rolle spielt. Was aber nicht verwunderlich ist, denn es sind drei Jahre vergangen. Weiterlesen

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